| Brigitte Rohrbach |
Dank für eine unbequeme Wahrheit
Auf die Neujahrsansprache von Urs Fischer
Die Ansprache unseres Gemeindepräsidenten enthielt einige wirklich nennenswerte Gedanken, die leider im Artikel des ZO nicht erwähnt wurden.
Am meisten beeindruckte mich das Bekenntnis von Urs Fischer, dass dem Klimaschutz absolute Priorität zukommt. Er bezog sich auf den Film von Al Gore: «eine unbequeme Wahrheit». Verglichen mit den Problemen des Tagesgeschäfts sei besonders für die kommende Generation und er zeigte auf die Kinder im Saal die Aufgabe, unseren Planeten nicht noch mehr aufzuheizen, von viel grösserer und weiter reichenden Wichtigkeit. Eine Arbeit, die nur in der Gemeinschaft zu lösen ist.
In allen Bereichen muss die Achtsamkeit auf unsere Erde an vorderster Stelle stehen.
Mich freute auch die aussage des FDP Präsidenten Stephan Weber sehr, dass er unter «Gemeinschaft» sich ein Netz vorstellt, das auch schwächere und ärmere Mitglieder trägt und begleitet.
Mit solchen Bekenntnissen ins neue Jahr zu gehen erfüllt mich mit Hoffnung und Freude. Unter diesen Voraussetzungen wird es sicher möglich sein, unter den verschiedenen Parteien und politischen Verbänden einen Konsens zu finden und gemeinsam in die gleiche Richtung zu ziehen.
Urs Fischer schien es etwas zu bedauern, dass auf die Veröffentlichung der Legislaturziele des Gemeinderates kein reges Echo folgte. Mich erstaunt das nicht, das Ganze riecht zu sehr nach «Papiertiger». Die wenig überprüfbaren Ziele wie sind zwar «ehrgeizig» genannt worden, erinnern aber fatal an «alten Wein in neuen Schläuchen».
Von Zentrums- und Gebietsentwicklung ist schon oft geredet worden, Arbeitsintegration und Jugendpolitik sind schon lange wichtige Anliegen, Sportanlagen sind schon zu oft an fehlenden Finanzen gescheitert und unter einer Westtangente, von der höchstens ein Mittelstück erstellt wird, kann ich mir wenig vorstellen.
Einzig am Projekt «Einheitsgemeinde» könnten gesteckte Ziele auch gemessen werden, aber wer hat schon Lust, eine solche rein verwaltungsinterne Riesenbürokratie anzugehen?
Dem gegenüber hat die Aussage von Urs Fische am Neujahrsempfang viel mehr Aussagekraft.
Ich freue mich, in den kommenden Geschäften seine umweltpolitische Grundsatzeinstellung zu erkennen.
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| Stefan Weber |
Du zitierst eine Aussage von mir in deinem Leserbrief etwas aus dem Zusammenhang gerückt, jedoch nicht absolut falsch.
Ich habe gesagt Gemeinsamkeit beginnt in der Familie und geht weiter auch in der Gemeindestruktur, Starke müssen sich auch für Schwache einstehen und auf Gemeindeebene benötigen wir den Einsatz unserer Bürger. Soweit sind wir wohl in unseren Zielen einig.
Es gilt auch zu beachten, dass vermeintlich Starke auch in der schwachen Position sein können und wie du in deinem Leserbrief ergänzt hast "ärmere Mitglieder" auch in der starken Position sein können und ihren Beitrag leisten müssen.
Bei der politischen Umsetzung sind die eingeschlagenen Wege der Sozialisten und der Freisinnigen jedoch nicht die gleichen. Wir wollen das Netz soweit wie möglich in die Hände der Bürger, Familien und privaten Institutionen legen, währendessen Ihr die Aufgaben dem Staat übertragen wollt. Die Freisinnigen entziehen sich, wie Du festgestellt hast, auch weiterhin nicht der sozialen Verantwortung. Für uns müssen Freiheit und Verantwortung im Einklang stehen.
Uns verbindet das Engagement für das Gemeinwohl, die Vorstellung wie unsere Gesellschaft funktionieren soll, bildet die politische Differenz. So werden wir wohl auch weiterhin unsere politischen Differenzen austragen. Die respektvolle Art, welche wir bisher gegenseitig pflegten schätze ich dabei sehr und wünsche Dir einen guten Start ins neue Jahr.
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